Informační stránky Misijní skupiny Pražské provincie Kongregace Nejsvětějšího Vykupitele (redemptoristů)


Die einstellung n.1 PDF Tisk Email

Bäckerjunge von Znaim


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„Per aspera ad astra“ – „Über Schwierigkeiten zu den Sternem“.
geweiht.

Bei der Taufe bekam der zukünftige Heilige den Namen Johannes Hofbauer. Als sechzehnjähriger fing er die Bäckerlehre bei Bäckermeister Franz Dobsch in Znaim an. Es waren glückliche Jahre, aber Johannes hatte keine Ruhe, etwas zog ihn weg. Noch vor Beendung seiner Lehre pilgerte er mit seinem Freund nach Rom. Zurückgekehrt, arbeitete er im Prämonstratenserkloster in Klosterbruck/Znaim - Louka. Er blieb aber nicht lange, sondern machte sich nach kurzer Zeit mit seinem Freund abermals nach dem Süden auf. In Italien verbrachte er ein halbes Jahr als Einsiedler und nahm den Namen Klemens an. Als einundzwanzigjähriger Mann kehrte er wieder zurück. Mit Dankbarkeit nahm er die Möglichkeit an, die Klosterschule der Znaimer Prämonstratenser besuchen zu dürfen. Nachdem er das Kloster im Jahr 1777 verlassen hatte, verbrachte er wieder einige Zeit als Pilger, Einsiedler und Bäcker. Als Klemens nach Wien kam und in der Bäckerei „Zur eisernen Birne“ Arbeit fand, war er schon fast dreißig Jahre alt. Durch finanzielle Unterstützung von zwei reichen Damen war es ihm möglich, in Wien zu studieren. Mit seinem Freund Thadäus Hübl wanderte er 1784 neuerlich nach Rom und trat dort in die Redemptoristenkongregation ein. Im März 1785 legten die beiden ihre Gelübde ab und wurden zu Priestern geweiht.

Bald danach wurden sie von den Ordensoberen zur Gründung eines neuen Klosters über die Alpen gesendet. Bereits vor seiner Abreis aus Rom war Klemens zum Generalvikar für alle „transalpinen Gebiete“ ernannt worden. Im Februar 1787 kamen sie nach Warschau. Hier übernahm Klemens die geistliche Verwaltung der Kirche des Hl. Benno und gründete ein Kloster. Bald wurde er ein gesuchter Beichtvater, Prediger und Armenbeschützer. Während seines Wirkens in Warschau unternahm er mehrere Reisen durch Europa und bemühte sich, in verschiedenen Ländern Klöster für seine Mitbrüder, deren Anzahl wuchs, zu gründen. Im Jahr 1808 kam es plötzlich zu einem Umbruch. Einige Monate nachdem Warschau von franzözischen Truppen besetzt worden war, wurden die Redemptoristen auf Befehl Napoleons aus der Stadt ausgetrieben.

Der siebenundfünfzigjährige Klemens verlor alles, was er in seinem Leben aufgebaut hatte. Er ging wieder nach Wien, wo er ein paar Freunde hatte. Hier verbrachte er die letzten 13 Jahre seines Lebens. Einige Jahre half er als Aushilfspriester an der Minoritenkirche aus, überwacht von der Polizei. Im Jahr 1813 wurde ihm Kirche und Konvent der Ursulinen anvertraut und Klemens holte wieder Atem. Er wurde ein beliebter und bekannter Beichtvater, Prediger und geistlicher Berater. Er konnte durch seine Arbeit viel Gutes bewirken und erreichte einen großen Einfluss nicht nur auf die Armen, sondern auch auf das kulturelle, kirchliche und politische Leben in Wien.

Die Hauptaufgabe von Klemens, dauerhafte Redemptoristenklöster außerhalb Italiens zu gründen, blieb aber ohne Erfolg. Der Bäckerlehrling aus Znaim konnte gegen die weltpolitischen Verhältnisse nichts ausrichten. Seine irdische Laufbahn schloß sich in Wien am 15. März 1820. Doch das war nicht das Ende. Als Klemens durch das Himmelstor ging , taute das Eis auf. Schon am 19. April erlaubte Kaiser Franz das Wirken der Redemptoristenkongregation auf österreichischem Gebiet. Im Jahre 1888 wurde Klemens selig, 1909 heilig gesprochen und 1914 zum Stadtpatron von Wien erklärt.

Dieser Wander-Lehrfußweg entstand im Jahre 2009 zum 100 Jahr-Jubiläum der Heiligsprechung von Klemens Maria Hofbauer. Das Leben von Klemens und seiner Heimat stellen 11 Informationstafeln am Wanderweg Znojmo/Znaim – Dobšice/Klein Teßwitz – Dyje/Mühlfraun – Tasovice/Tasswitz – Hodonice/ Hödnitz vor. Der Fußweg ist ungefähr 15 km lang und nicht nur für Fußgänger, sondern auch für Radfahrer geeignet. Wir nehmen an, dass diesen Weg unser Heiliger benutzt hat, wenn er von Taßwitz/Tasovice nach Znaim ging, wo er in seiner Jugend die Bäckerlehre absolvierte.

Dieser Wander-Lehrfußweg ist als Frucht der Zusammenarbeit zwischen tschechischen und österrechischen Menschen. Gott sei Dank!

 

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